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Zwieselbruch & Weidenbohrer: Die zwei unsichtbaren Gefahren für Ihre Bäume

vor 10 Minuten
3 Min. Lesezeit

Auf den ersten Blick wirkt der alte Ahorn, die hochgewachsene Weide oder der geliebte Apfelbaum im Garten kerngesund und spendet im Sommer wohltuenden Schatten. Doch unter der Rinde oder hoch oben in der Krone verbergen sich oft statische Fehlentwicklungen oder Holzschädlinge, die das Gehölz schleichend in eine tickende Zeitbombe verwandeln.

Besonders vor den ersten Herbst- und Winterstürmen im Wiener Becken sollten Baumbesitzer zwei weit verbreitete Phänomene kennen: den Druckzwiesel (V-Zwiesel) und den Befall durch den Weidenbohrer.


1. Der Druckzwiesel (V-Zwiesel): Wenn der Stamm sich selbst spaltet


Unter einem "Zwiesel" versteht man in der Baumpflege die Gabelung eines Hauptstammes in zwei oder mehrere gleich starke Stämme. Prinzipiell unterscheidet man zwei Formen:

  • Der U-Zwiesel (Zugzwiesel): Die Stämme wachsen bogenförmig auseinander. Diese Form ist in der Regel stabil und statisch unbedenklich.

  • Der V-Zwiesel (Druckzwiesel): Die Stämme wachsen spitzwinklig wie ein "V" zusammen.

Zwiesel bei einer Kirsche in Gießhübel
Zwiesel bei einer Kirsche in Gießhübel

Warum ist der V-Zwiesel so gefährlich?


Da die Stämme im engen Winkel gegeneinander drücken, wird mit den Jahren Rinde zwischen den Holzschichten eingeklemmt (eingeschlossene Rinde). Es entsteht keine feste Holzverbindung. Bei starkem Wind oder Schneelast wirken enorme Hebelkräfte: Die beiden Stämme drücken sich gegenseitig weg, es bilden sich Risse und schlussendlich droht das schlagartige Aufplatzen oder Ausbrechen des halben Baumes. Zudem sammelt sich in der Kerbe Wasser, was zu unsichtbarer Stammfäule führt.

Was die Baumpflege tun kann:

  • Einbau einer dynamischen Kronensicherung: Hoch oben in der Krone werden flexible, UV-beständige Spezialseile eingezogen, die das Auseinanderbrechen bei Wind böenartig abfangen, ohne das natürliche Dickenwachstum des Baumes zu behindern.

  • Entlastungsschnitt: Gezieltes Einkürzen der betroffenen Kronenteile per Seilklettertechnik (SKT) zur Reduzierung der Windlast.


2. Der Weidenbohrer: Wenn Raupen den Baum von innen aushöhlen


Während der Zwiesel ein statisches Problem darstellt, ist der Weidenbohrer (Cossus cossus) ein biologischer Zerstörer. Der unauffällige Nachtfalter legt seine Eier bevorzugt in Rindenspalten von Weiden, Pappeln, Birken, Erlen und Obstbäumen ab.

Aus den Eiern schlüpfen bis zu 10 cm lange, fleischrote Raupen mit enormer Beißkraft. Sie fressen sich über Jahre hinweg tiefe, daumendicke Gänge durch das Kern- und Splintholz.

[Image: Tree trunk with visible flight holes, sawdust accumulation around the base, and SAP bleeding from the bark]


Typische Anzeichen für einen Weidenbohrer-Befall:


  1. Intensiver Essiggeruch: Die Raupen sondern ein Verdauungssekret ab, das extrem stark und stechend nach Holzessig riecht.

  2. Bohrmehl am Stammfuß: Aus bleistiftdicken Löchern im unteren Stammbereich tritt frisch ausgeworfenes, feuchtes Holzmehl aus.

  3. Ausfließender Baumpfropf / Pflanzensaft: Der Baum "blutet" dunklen Saft aus den Frasslöchern.

  4. Absterbende Kronenteile: Die Wasser- und Nährstoffleitungen werden durchtrennt, Blätter vergilben vorzeitig und Äste sterben ab.


Insektenbefall bei einer Konifere in Laxenburg
Insektenbefall bei einer Konifere in Laxenburg

Warum Handlungsbedarf besteht:

Durch das Gangsystem verliert der Baum im Inneren rasch seine Stand- und Bruchsicherheit. Ist der Befall noch jung, können einzelne Äste zurückgeschnitten werden. Bei fortgeschrittenem Befall hilft aus Sicherheitsgründen meist nur die professionelle Fällung, um Unfälle durch umstürzende Bäume zu verhindern.


Ihre Pflicht als Grundstückseigentümer: Verkehrssicherungspflicht


Ob V-Zwiesel oder Schädlingsbefall: Als Eigentümer haften Sie rechtlich für Schäden, die durch umstürzende Bäume oder herabfallende Starkäste auf Nachbargrundstücke, Gehwege oder parkende Autos entstehen (Verkehrssicherungspflicht). Eine regelmäßige visuelle Kontrolle der eigenen Gehölze schützt Sie vor bösen Überraschungen.


Baumpflege, Kronensicherung & Spezialfällung vom Profi


Riesige Kronen, steiles Gelände oder enge Bebauung? Um Bäume sicher zu pflegen oder gefährdete Kronenteile abzutragen, braucht es zertifiziertes Handwerk.

Wir von absolut grün analysieren Ihre Bäume direkt vor Ort:


  • Einschätzung der Bruchsicherheit (Zwiesel, Pilzbefall, Weidenbohrer).

  • Fachgerechter Pflegeschnitt & Totholzbeseitigung.

  • Einbau von zertifizierten Kronensicherungen.

  • Spezialfällungen mittels Seilklettertechnik (SKT) – stückweises, kontrolliertes Absenken von Ästen und Stammteilen selbst auf engstem Raum.

  • Wurzelstockfräsen & Grünschnittabtransport.


Wir sind für Sie im gesamten Raum Mödling, Schwechat, Lanzendorf, Leopoldsdorf, Himberg, Hainburg sowie im Wiener Süden (23., 10., 11. Bezirk) im Einsatz.


Haben Sie den Verdacht auf Zwieselbildung oder Schädlinge an Ihrem Baum?

Kontaktieren Sie uns jetzt für eine professionelle Baumbegutachtung und ein unverbindliches Angebot!


📞 Beratungstermin vereinbaren und Whatsapp: +43/676/650 57 34

📧 Anfrage senden: g.suchentrunk@absolutgruen.at

 
 
 

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