Thujenhecke komplett braun? Ablauf, Kosten und die besten Alternativen für den Heckentausch im Herbst
- Ing. Gregor Suchentrunk

- 13. Juli
- 3 Min. Lesezeit
Wer in den letzten Wochen durch die Siedlungen im Wiener Becken gefahren ist, sieht es an fast jeder Straßenecke: Einst stolze, blickdichte Thujenhecken verfärben sich von innen heraus unaufhaltsam braun. Was oft wie ein vorübergehender Wassermangel aussieht, ist in den meisten Fällen das finale Stadium. Die Kombination aus den extrem heißen Sommern unserer Region, dem austrocknenden pannonischen Wind und geschwächten Flachwurzeln gibt dem klassischen Sichtschutz den Rest.
Wenn die Hecke erst einmal großflächig abgestorben ist, hilft kein Dünger und kein Gießen mehr. Viele Hausbesitzer im Raum Mödling, Schwechat und dem Wiener Süden stehen dann vor einem riesigen Projekt: Wie wird man die alten Monster los, was kostet das und was pflanzt man am besten als zukunftssicheren Ersatz?
Hier ist der Fahrplan für den perfekten Heckentausch im kommenden Herbst.
1. Der Ablauf: Warum Selbermachen oft zur Qual wird
Eine alte Thujenhecke zu entfernen, wird massiv unterschätzt. Die Pflanzen entwickeln über die Jahrzehnte extrem zähe, weit verzweigte Wurzelstämme. Wer hier versucht, mit der Handsäge und dem Spaten ans Werk zu gehen, kapituliert meist nach den ersten zwei Metern.
Ein professioneller und bodenschonender Austausch läuft bei uns in vier klaren Schritten ab:
Der Rückschnitt: Die Hecke wird fachgerecht bis über dem Boden heruntergeschnitten. Um den Lärm und Schmutz in Ihrem Garten so gering wie möglich zu halten, wird das massive Astmaterial direkt auf unsere Fahrzeuge verladen, abtransportiert und bei uns im Betrieb professionell weiterverarbeitet. Ihre Baustelle bleibt absolut sauber.
Die Wurzelrodung: Mit einem kompakten Minibagger oder einer speziellen Wurzelstockfräse werden die hartnäckigen Stümpfe komplett aus dem Boden geholt. Das ist entscheidend, da der Boden für die Neuanpflanzung komplett frei von altem Totholz sein muss.
Bodenaufbereitung & Drainage: Thujen säuern den Boden über die Jahre extrem an. Bevor neue Pflanzen in die Erde kommen, fräsen wir den Streifen tiefenwirksam auf und lockern Verdichtungen. Statt einfach nur Humus aufzufüllen, mischen wir gezielt hochwertigen Rasensand und Bodenaktivator unter. Das verbessert den Wasserabfluss im Wurzelbereich drastisch, verhindert gefährliche Staunässe und sorgt dafür, dass die neuen Wurzeln perfekt atmen können.
Die Neupflanzung: Die neuen, hitzeresistenten Heckenpflanzen werden gesetzt, mit einem organischen Starterdünger versorgt und exakt eingewässert.

2. Die Kosten: Womit müssen Sie kalkulieren?
Die Frage aller Fragen: „Was kostet mich der Heckentausch?“ Ein pauschaler Meterpreis ist schwer zu nennen, da die Kosten von der Höhe der Hecke, dem Alter (Wurzeldurchmesser) und der Zugänglichkeit des Gartens für Maschinen abhängen.
Grob setzt sich das Budget aus drei Posten zusammen:
Rodung & Entsorgung: Das Fällen, das Ausgraben der Wurzelstöcke mit dem Bagger sowie der fachgerechte Abtransport des enormen Grünschnitt-Volumens.
Boden-Vorbereitung: Das Fräsen und Einbringen von frischem Substrat, um dem neuen Sichtschutz den perfekten Start zu ermöglichen.
Die Neupflanzung: Der Preis der neuen Pflanzen (je nach gewünschter Start-Höhe) plus die fachgerechte Zufuhr und das Setzen.
Unser Tipp: Der Herbst (September bis November) ist der absolute Idealzeitpunkt für dieses Projekt. Der Boden ist noch warm vom Sommer, die Herbstregen nehmen Ihnen das intensive Gießen ab, und die Pflanzen wachsen über den Winter perfekt an, um im nächsten Frühjahr sofort durchzustarten.
3. Die besten hitzeresistenten Alternativen für unsere Region
Wenn wir die alte Hecke entfernen, wollen wir sicherstellen, dass der neue Sichtschutz die nächsten Jahrzehnte unbeschadet übersteht. Vergessen Sie anfällige Monokulturen und setzen Sie auf echte pannonische Überlebenskünstler:
Die Hainbuche (Carpinus betulus): Der absolute Favorit im Wiener Becken. Sie wurzelt tief, verträgt den heißen Wind perfekt, ist extrem schnittverträglich und behält ihr trockenes Laub oft als Sichtschutz bis zum Neuaustrieb im Frühjahr.
Der Liguster (Ligustrum vulgare): Unglaublich robust, wächst extrem schnell und kommt mit minimalem Wasser aus, sobald er einmal eingewachsen ist.
Die Eibe (Taxus baccata): Wer unbedingt ein immergrünes Nadelgehölz möchte, greift zur Eibe. Sie ist die deutlich edlere und vor allem hitzeverträglichere Alternative zur Thuje, wächst allerdings etwas langsamer.

Fazit: Jetzt den Herbst planen
Eine braune Thujenhecke ist kein schöner Anblick, bietet keinen Sichtschutz mehr und mindert den Wert Ihrer Immobilie. Nutzen Sie den Spätsommer, um das Projekt anzugehen. Wenn die Rodung und Bodenvorbereitung professionell erledigt sind, haben Sie im nächsten Frühjahr wieder eine vitale, tiefgrüne Oase vor der Terrasse.
Steht in Ihrem Garten auch eine Sanierung an? Egal ob in Mödling, Schwechat, Lanzendorf, Leopoldsdorf, Himberg, Hainburg oder im Wiener Süden (23., 10., 11. Bezirk): Wir von absolut grün übernehmen die komplette Abwicklung für Sie – vom Baggereinsatz über die fachgerechte Entsorgung bis zur prachtvollen Neuanpflanzung.
Kontaktieren Sie uns jetzt für eine unverbindliche Besichtigung und ein maßgeschneidertes Angebot für Ihren Heckentausch im Herbst!
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